Bonsai Wisteria  Tipps & Anleitung 

Neben der beigelegten Anleitung erhältst Du hier weiterführende Tipps zur Anzucht des Wisteria Blauregen Bonsai. Wir weisen darauf hin, dass es je nach Aussaatbeginn zu Veränderungen im Ablauf der unten genannten Punkte kommen kann. Zudem sind die aufgeführten Punkte Hilfestellungen und dienen lediglich als Anhaltspunkt zum weiteren Vorgehen. Ein Gelingen kann daher nicht garantiert werden. Wir wünschen dennoch alles Gute für "Deinen grünen Freund" und hoffen er wächst und gedeiht prächtig.

 

 

Zeitraum: Die Anzucht ist im Haus das ganze Jahr möglich. (siehe auch Im Winter)

 

Standort: Sonnige Plätze sind perfekt geeignet für den Blauregen. Nur als Jungpflanze sollte er vorwiegend im Halbschatten stehen. Zudem ist die Pflanze sehr wachsfreudig bei wärmeren Temperaturen. (siehe auch Im Winter) 

 

Im Winter: Der Bonsai sollte vor Kälte geschützt stehen aber auch nicht in Heizungsnähe den Winter verbringen.

 

Umtopfen: Das Umtopfen kann erfolgen, wenn der Keimling etwa. 6 bis 8 Wochen alt ist. Als Gefäß könnt ihr so ziemlich alles nehmen was euch gefällt. Jedoch sollte dieses Gefäß Löcher im Boden haben, sodass überschüssiges Wasser ablaufen kann. Des Weiteren sollte das Gefäß in den Anzuchtjahren einen Durchmesser von 10 - 15 cm haben. Ideal hierfür sind entsprechende Bonsaischalen. Diese gibt es in Baumärkten, im Gartenfachhandel oder auch online bei entsprechenden Anbietern. Natürlich kann man auch nach und nach größere Gefäße nehmen aber das muss abhängig davon gemacht werden, wie groß ihr euren Bonsai haben wollt.

Beim herausnehmen aus dem Bio-Anzuchttopf müsst ihr aufpassen, dass die jungen Wurzel nicht zu stark strapaziert werden. Als erstes gebt ihr etwas Erde in das neue Gefäß. Anschließend setzt ihr die Jungpflanze so ein, dass die Wurzeln zu allen Seiten zeigen, sodass sich ein schönes Wurzelwerk auszubilden kann. Nun gebt ihr die restliche Erde über die Wurzeln und drückt diese leicht an. Die Pflanze sollte nicht tiefer stehen als zuvor.

Den Vorgang des Umtopfens solltet ihr jedes Jahr im Frühjahr, in den ersten 5 Jahren, vornehmen. Bei älteren Pflanzen genügt es oft alle 2 bis 3 Jahre. Wichtig ist bei den erneuten Umtopfen, dass alte verbrauchte Wurzel vorsichtig herausgeschnitten werden. Diese erkennt man daran, dass sie weich und von innen nicht mehr hell sind. Zudem sollte ein fester Wurzelballen durch vorsichtiges Drücken gelockert werden.

Wenn der Wurzelballen fester geworden, sprich nicht mehr so viele Jungwurzeln an sich hat, kann auch ein etwas größeres Gefäß verwendet werden.

Zur Erleichterung bietet es sich an die Pflanze vor dem Umtopfen 1 bis 2 Tage nicht zu gießen. Sie lässt sich dadurch leichter aus der Erde nehmen und die Wurzeln können einfacher herausgeschnitten werden. Wichtig ist nach jedem Umtopfen ausreichendes Angießen.

 

Erde: Am besten eignet Einheitserde, der noch etwas grober Sand beigemischt wird. Zudem bekommen Sie auch Fertigmischungen speziell für den Bonsai in Baumärkten, im Gartenfachhandel und online bei entsprechenden Anbietern. 

 

Gießen: Achten Sie darauf, dass die Erde immer etwas feucht ist und nie austrocknet. Vermeiden Sie aber unbedingt Staunässe. Wenn die Erde doch mal austrocknet ist gießen sie vorsichtig nach, denn der Wurzelballen kann noch feucht sein wodurch ihn zu viel Wasser auf einmal schaden könnte. Des Weiteren sollte für eine gute Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Entweder, Sie stellen neben dem Bonsai eine Schale mit Wasser auf oder Sie besprühen die Blätter in trockenen Zeiten etwa alle 2 Tage mit Wasser. (siehe auch Düngen)

 

Düngen: Das erste Mal Düngen sollte man etwa 6 bis 8 Wochen nach dem Umtopfen vornehmen. Hierfür eignet sich Volldünger der in Wasser verdünnt verabreicht wird (2 g Dünger auf 1 Liter Wasser). Gedüngt wird dann in Abständen von jeweils 3 Wochen. Wichtig ist, dass je kälter und dunkler Pflanzen stehen, sie umso seltener gedüngt werden sollten. Im Zweifelsfall sollte man dann nicht düngen. Trockene Pflanzen darf man nicht düngen, sonst werden die wichtigen feinen Wurzelhaare geschädigt. In diesem Fall muss vorher gegossen werden. (siehe auch Gießen)

 

 

Schnitt:

Wie sich jede Pflanze im Pflegeprozess verhält ist sehr unterschiedlich und daher kann man nie genau sagen, wie das Ergebnis ausfällt. Wir haben dennoch wesentliche Punkte zum Schnitt zusammengefasst, die bei der Kultivierung Deines Bonsais helfen können. Wir unterscheiden hier in zwei Varianten, den Geschaltungsschnitt und dem Blattschnitt. Nachfolgend sind diese Arten weiter ausgeführt.

 

1. Geschaltungsschnitt: Um dem Bonsai-Baum seine grundlegende Form zu verleihen, müssen am Anfang meist große Äste entfernt werden. Oft fällt die Entscheidung schwer, welche Äste weggeschnitten und welche behalten werden müssen. Grundsätzlich bestimmen wir mit der Auswahl der Äste das (spätere) Aussehen des Baumes.

Wann kann geschnitten werden? Die günstigste Zeit ist unmittelbar vor oder nach der Wachstumsphase, also das frühe Frühjahr und der Spätherbst.

Wie kann geschnitten werden? Stell den Baum auf Augenhöhe auf und entferne erst alle toten Teile, dürre Äste und Zweige sowie vertrocknete Blätter. Betrachte den Baum immer erst ein paar Augenblicke, bevor die endgültige Entscheidung steht, was weggeschnitten werden soll. Auch wenn bei der Gestaltung des BonsaiBaumes die Kreativität freien Lauf gelassen werden kann, sind doch einige Regeln zu beachten:

  • Ein Trieb wächst zuerst in die Richtung, in welche die Knospe (Knospe = in Blattachse gebildete Anlage für einen neuen Trieb oder für Blüten) zeigt, aus der er entspringt. Dies ist zu beachten bei der Entscheidung, welche Knospe beim Schneiden als letzte stehen bleiben soll.

  • Starke Triebe werden mit der Bonsai-Schere schräg über einer Knospe geschnitten. Schwache Triebe werden hingegen rechtwinklig zur Wuchsrichtung über einer Knospe geschnitten. In beiden Fällen verbleibt die Knospe am Baum, um austreiben zu können.

  • Wenn der Stamm besonders schnell dick werden soll, schneidet man höchstens zweimal im Jahr. Wird hingegen mehr Wert auf eine feine Verzweigung sowie wenig sichtbare Schnittstellen gelegt, wird der Neuaustrieb, sobald sich 5 - 7 Blätter zeigen, bis zum Stamm zurückgeschnitten.

  • Im oberen Teil ist der Bonsai-Baum kräftiger zurückzuschneiden als unten. Wird dies nicht gemacht, kümmern die unteren Triebe.

  • Wenn zwei Äste auf gleicher Höhe am selben Stamm entspringen, entfernen sie einen von ihnen.

  • Entfernen sie senkrecht wachsende Äste, die zu stark sind um gebogen zu werden.

  • Entfernen sie Äste, mit unnatürlich wirkenden Drehungen und Kurven.

  • Entfernen sie Äste, welche die Vorderseite des Stamms kreuzen.

  • Entfernen sie unverhältnismäßig dicke Äste, die sich im oberen Bereich bzw. nahe der Spitze des Baumes befinden.

Einige Theorien besagen, dass nach einem umfangreichen Gestaltungsschnitt eine entsprechende Menge Wurzeln entfernt werden sollte. Die meisten Experten jedoch sind sich einig, dass nur ein großer Eingriff pro Jahr durchgeführt werden sollte. Dies bedeutet, dass nach dem Gestaltungsschnitt mit dem Umtopfen gewartet werden sollte bis sich der Baum vollständig erholt hat. 

Weiter empfiehlt es sich, großflächige Schnittwunden mit spezieller Wundpaste zu versiegeln. Diese ist erhältlich in Fachgeschäften und in Onlineshops. Die Wundpaste schützt vor Infektionen und beschleunigt das Heilen der Schnittstelle.

 

2. Blattschnitt: Er bedeutet alle Blätter im Sommer abzuschneiden. Indem man dies tut zwingt man den Baum neue Blätter treiben zu lassen, was zu einer reduzierten Blattgröße und verringerten Verzweigungen führt.

Wann kann geschnitten werden? Für die meisten Arten ist der Juni ein guter Monat, da dem Baum noch genug Zeit bleibt, neue Blätter treiben zu lassen und sich auf den Winter vorzubereiten. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Baum ab. Der Blattschnitt kann aber in der Regel erfolgen, wenn der Frühlingsaustrieb ausgehärtet ist.

Welche Bäume sind geeignet? Die meisten Laubbäume können einen Blattschnitt vertragen. Entlauben sie keine geschwächten Bäume (kürzlich umgetopft, stark beschnitten oder kranke Bäume) oder solche, die sich noch in der Aufzucht befinden.

Wie kann geschnitten werden? Schneiden sie die Blätter mit einer scharfen Schere ab, wobei der Blattstiel stehen gelassen wird. Die Stiele fallen später selbst ab. So verschließt sich der Übergang vom Stiel zum Ast natürlich und bleibt gesund.

Wie  sieht die Nachsorge aus? Ein entlaubter Baum braucht keine besondere Nachsorge. Wenn man einen Baum jedoch nur teilweise entlaubt (zum Beispiel nur im obersten Bereich der Krone) ist es besser ihn hinterher für etwa einen Monat in den Schatten oder Halbschatten zu stellen. Die mit dem Schnitt freigelegten inneren Blätter sind somit vor Sonnenbrand geschützt. In Gegenden mit sehr starker Sonneneinstrahlung ist es unter Umständen empfehlenswert entlaubte Bäume zu schattieren, um die Rinde vor Schäden durch die Sonne zu bewahren.

 

 

Weitere super Tipps zum Schnitt erhaltet ihr hier: http://www.mintrax.de/bonsaiaussamen.html und http://www.bonsaipflege.ch/schneiden.html

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